16.08.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Palmöl statt Touristen

Palawan wurde 2016 zur schönsten Insel der Welt gekürt. Doch Großplantagen ­bedrohen Natur und Gesellschaft der philippinischen Insel

Thomas Berger

Palawan gilt als das letzte Refugium der Philippinen. Doch das ist bedroht. Denn auf der 450 Kilometer langen Insel im Westen des Landes, breitet sich die Elaeis guineensis aus, angepflanzt von Geschäftsleuten, um aus ihrem Fruchtfleisch und Kernen Öl zu gewinnen und zu vermarkten. Die Ölpalme ist ein Segen für die Anbaufirmen und ein Fluch für das Land.

Lediglich 68 Einwohner leben im Schnitt pro Quadratkilometer auf dem Eiland, weitaus weniger als sonst auf den Philippinen. Zwar kommt die Regionalhauptstadt Puerto Princesa auf gut eine Viertelmillion Bürger, doch es ist die einzige urbane Metropole. Es dominieren kleinere Gemeinwesen, deren Bewohner eher im Einklang mit der Natur leben. Bis jetzt.

Palawan weist einen umfangreichem Waldbestand aus, es gibt einen unterirdischen Flusslauf, dessen Höhlensystem bis heute nicht zur Gänze erforscht ist. Die Insel ist artenreich und besitzt ein intaktes Ökosystem. Insgesamt 232 Tierarten, die scheinbar unberühr...

Artikel-Länge: 5422 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe