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16.08.2017 / Inland / Seite 4

»Außerhalb der Rechtsordnung«

Polizeigewalt während des G-20-Gipfels: Klagen eingereicht. Grundrechtekomitee legt Bericht über eskalierendes Verhalten der Staatsschützer vor

Kristian Stemmler

Noch immer werden neue Einzelheiten des brutalen Vorgehens von Polizeieinheiten gegen Demonstranten während des G-20-Gipfels in Hamburg bekannt. Am Dienstag berichteten Medien über zwei Gipfelgegner aus Göttingen, die bei einem Angriff von Bundespolizisten im Industriegebiet Rondenbarg (jW berichtete) schwer misshandelt und verletzt worden waren. Wegen »Anwendung unverhältnismäßiger Gewalt« habe der Göttinger Anwalt Sven Adam in ihrem Auftrag jetzt Klage beim Verwaltungsgericht Hamburg eingereicht.

Am frühen Morgen des 7. Juli waren vom Camp im Volkspark im Bezirk Altona rund 200 Gipfelgegner aufgebrochen, um Blockadepunkte in der Nähe der Demoverbotszone zu erreichen. Auf der Straße Rondenbarg wurden sie von einer sogenannten Beweis- und Festnahmeeinheit der Bundespolizei mit Pfefferspray, Schlagstöcken und Wasserwerfern attackiert. Die 21 Jahre alte Klägerin und der 19 Jahre alte Kläger gehörten zu den vielen verletzten Demonstranten. In der Klageschrif...

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