15.08.2017 / Ausland / Seite 6

Milizen drohen Helfern

Seenotretter stellen Tätigkeit vor libyscher Küste ein

Gerrit Hoekman

Drei der acht im Mittelmeer tätigen Hilfsorganisationen zur Rettung von schiffbrüchigen Flüchtlingen stoppen ihre Aktion vorübergehend. Die Gefahr für die Besatzungen sei zu groß geworden, teilten die Organisationen am Sonntag mit. »Wir können natürlich nur da arbeiten, wo unsere Mitarbeiter sicher sind«, sagte Volker Westerbarkey, Präsident der deutschen Sektion von »Ärzte ohne Grenzen«, am Montag im Deutschlandfunk. Auch »Save the Children« und »Sea Watch« bleiben mit ihren Schiffen erst einmal im Hafen.

Am vergangenen Mittwoch hatte die libysche Küstenwache Warnschüsse auf das Schiff der spanischen Hilfsorganisation »Proactive Open Arms« abgefeuert und dem Kapitän über Funk unmissverständlich klargemacht, dass es demnächst nicht bei Warnschüssen bleiben würde. Die Spanier waren offenbar bei der Rettung von Schiffbrüchigen in die Nähe der Zwölfmeilenzone vor der Küste gekommen, was laut Seerecht im Notfall legitim wäre. Die libysche Küstenwache erhebt i...

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