12.08.2017 / Geschichte / Seite 15

Unter keinen Umständen

Als Besatzungsmacht erwogen die Briten zeitweise Verstaatlichungen in Deutschland. Konrad Adenauer war dagegen – und die US-Amerikaner auch

Reiner Zilkenat

Im Jahr 1947 wurde der von den USA provozierte Kalte Krieg zur dominierenden Tendenz in den internationalen Beziehungen. Das bedeutete für das in vier Besatzungszonen aufgeteilte Deutschland, dass alle politischen Entscheidungen, die hier getroffen wurden, angesichts des eskalierenden Konfliktes zwischen den imperialistischen Mächten und der sozialistischen Sowjetunion eine internationale Bedeutung bekamen. Dies galt auch für die Programmatik und Politik der agierenden Parteien. Eine von ihnen, die Christlich Demokratische Union (CDU), war in allen Zonen präsent. In ihr sollten Protestanten und Katholiken zusammengeführt und somit eine Massenbasis bei den Parlamentswahlen erreicht werden.

Im Februar 1946 wurde der 70jährige Konrad Adenauer zum Vorsitzenden der CDU in der Britischen Zone gewählt. Adenauer hatte von 1917 bis 1933 sowie im Mai/Juni 1945 als Kölner Oberbürgermeister amtiert. Er gehörte in der Weimarer Republik dem Zentrum an und galt als stri...

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