12.08.2017 / Ausland / Seite 8

»Militaristen setzen auf Kapitulation der NDFP«

Philippinen: Friedensverhandlungen zwischen Regierung und linkem Untergrundbündnis drohen zu scheitern. Gespräch mit José Maria Sison

Rainer Werning

Vor einem Jahr tauschten Sie und Herr Duterte Nettigkeiten über Skype aus, und die Erwartungen für politische Veränderungen waren doch sehr hoch.

Als ich mit Duterte am 25. April 2016, noch vor der Präsidentschaftswahl (am 9. Mai, jW), eine Skype-Konferenz hatte, erklärte er, der erste linke Präsident der Philippinen werden zu wollen. Er sei kein Kommunist, verstehe sich aber als Sozialist.

Eine Woche nach seiner Wahl sandte ich Fidel Agcaoili (Chef des NDFP-Friedensverhandlungsteams, jW) zu Direktgesprächen mit Duterte in die Philippinen. Dabei versprach der Präsident, alle von der NDFP aufgelisteten politischen Gefangenen freizulassen.

Es schien, als herrschte bei den Friedensgesprächen zwischen Ihrer Seite und der Regierung in vier Verhandlungsrunden ziemlich große Euphorie. Warum scheiterte die avisierte fünfte Verhandlungsrunde?

Die ersten vier Runden der formellen Gespräche waren tatsächlich erfolgreich, wenngleich die Regierungsseite entgegen Duter...

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