12.08.2017 / Inland / Seite 5

Christliche Nächstenliebe

Katholische Kliniken im Saarland wollen nicht mehr mit Verdi über Entlastung der Beschäftigten reden. Kommunale Häuser hingegen schon

Herbert Wulff

Schluss mit Dialog. Die katholischen Marienhaus-Kliniken und das Caritas-Krankenhaus im Saarland wollen nicht länger mit Verdi über die Entlastung der Beschäftigten sprechen. Die Kliniken hätten die Gespräche einseitig für beendet erklärt, berichtete Gewerkschaftssekretär Michael Quetting nach einem Vernetzungstreffen von Verdi-Betriebsgruppen am Freitag. Der Anlass respektive Vorwand: 14 Beschäftigte hatten sich in Briefen an den Trierer Bischof Stephan Ackermann gewandt, um ihn auf die Folgen des eklatanten Personalmangels hinzuweisen. Der Kirchenmann dankte freundlich und ließ wissen, die Pflegekräfte hätten die Probleme »sehr eindrucksvoll« dargestellt. »Diese Hilferufe hätten Anlass sein müssen, die Gespräche für Entlastung zu intensivieren«, so Quetting gegenüber junge Welt. »Stattdessen haben die Klinikleitungen den Dialog abgebrochen. Das ist befremdlich, bedauerlich und enttäuschend.«

Dass sich die katholische Marienhaus-Gruppe und die Caritas En...

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