11.08.2017 / Ausland / Seite 7

Kranke Diplomaten

USA weisen kubanische Außenamtsmitarbeiter aus, nachdem eigene Angestellte in Havanna erkrankt waren. Beide Regierungen kündigen Aufklärung an

Volker Hermsdorf

US-Außenamtssprecherin Heather Nauert bestätigte am Mittwoch (Ortszeit), dass die USA bereits am 23. Mai zwei kubanische Diplomaten ausgewiesen haben. Ihr Ministerium begründete die Maßnahme mit »mysteriösen Erkrankungen« von US-Botschaftsmitarbeitern in Havanna. Einzelheiten der Vorgänge oder Symptome wollte die Sprecherin auch auf mehrfache Nachfrage von Journalisten nicht nennen, da die Ursachen noch untersucht würden. Auch den Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und der Diplomatenausweisung konnte Nauert nicht erklären. Das State Department vermied es, die kubanische Regierung zu beschuldigen. Der Nachrichtensender CNN verbreitete kurz darauf, die US-Diplomaten seien möglicherweise Opfer eines »akustischen Anschlags« geworden. Einige deutschsprachige Medien übernahmen die CNN-Spekulation ungeprüft. Das kubanische Außenministerium (Minrex) protestierte gegen die Ausweisung seiner Diplomaten, sagte jedoch Unterstützung bei der Aufklärung des Falles z...

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