11.08.2017 / Ausland / Seite 6

EU-finanzierter Hassprediger

Vertretung der Europäischen Union lässt in ihrem Werbevideo israelischen Rassisten auftreten

Gerrit Hoekman

Gut gemeint ist nicht selten das Gegenteil von gut gemacht. Die Erfahrung machte in den vergangenen Tagen auch die Vertretung der EU in Israel. Um die Israelis davon zu überzeugen, dass Europa auf ihrer Seite steht, gab sie ein Werbevideo in Auftrag. »Die Europäische Union. Du denkst, dass sie antiisraelisch ist? Lass mich dich überraschen«, lockt dort Avischai Ivri die Zuschauer. »Die EU ist der beste Nachbar, den wir haben.«

Jedes Jahr kämen zwei Millionen Europäer als Touristen nach Israel, die EU sei ein riesiger Absatzmarkt für Produkte aus Israel. »Sie lieben den israelischen Export und wir lieben ihren!« säuselte Ivri in die Kamera. Er lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Israel und der EU auf technologischem Gebiet und bei der Internetsicherheit.

Dennoch holte die EU das Rührstück europäisch-israelischer Freundschaft vergangene Woche offline. Der Grund: In einem Bericht vom 3. August hatte das Internetportal Electronic Intifada (EI) den politisc...

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