11.08.2017 / Ausland / Seite 6

Über Obst und Grenzen

Kroatien rudert mit Vorhaben zurück, Einfuhrgebühren für Nachbarländer drastisch zu erhöhen

Roland Zschächner

Ein Handelskrieg auf dem Balkan ist vorerst abgewendet. Am Donnerstag hat das kroatische Landwirtschaftsministerium bekanntgeben, die Einfuhrgebühren für Obst und Gemüse wieder auf den alten Wert von zwölf Euro pro Ladung zu senken. Seit Anfang August hatte Zagreb neue Bestimmungen erlassen: 270 Euro sollten an der Grenze bezahlt werden. Begründet wurde dieser Schritt mit der notwendigen phytosanitären Untersuchung, also der Inspektion, ob die Pflanzen auch gesund sind.

Von der Importbeschränkung waren vor allem Landwirte und Händler aus Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Mazedonien und Albanien betroffen. Die jeweiligen Regierungen sehen in dem Schritt Kroatiens eine »einseitige« Maßnahme, die ihrer Volkswirtschaften benachteiligen sollte.

Vor allem in Belgrad schlugen die Wellen hoch. Die serbische Ministerpräsidentin Ana Brnabic kündigte an, dass man zwar »konstruktiv« bleiben werde, aber wenn notwendig auch auf Gegenmaßnahmen zurückgreifen,...

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