11.08.2017 / Inland / Seite 5

Erschöpft und überlastet

DGB: Abhängig Beschäftigte leiden unter wachsendem Arbeitsdruck. Politik und Kapital fordern noch mehr Flexibilität

Susan Bonath

Immer effektiver, flexibler, stets einsatzbereit: Während die einen auf der Straße sitzen und von den Jobcentern gegängelt werden, wächst auf der anderen Seite der Stress der Beschäftigten in der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt. Mehr als die Hälfte der Lohnabhängigen (52 Prozent) fühlt sich sehr häufig übermäßigem Zeitdruck ausgesetzt. Das belegt eine aktuelle Sonderauswertung einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) für das Jahr 2016.

Der Großteil der Beschäftigten, die sich übermäßig gestresst fühlten, gab an, Arbeitsbelastung und Arbeitsmenge würden mit zunehmender Digitalisierung steigen. So müssten sie zum Beispiel mehr Aufgaben gleichzeitig bewältigen. Den Angaben zufolge erklärten 46 Prozent der Befragten, mit der Zunahme der technischen Möglichkeiten würden Vorgesetzte sie auch verstärkt am Arbeitsplatz kontrollieren. Von den gerne gelobten vermeintlichen Vorteilen der technischen Entwicklung, etwa dass Beschäfti...

Artikel-Länge: 4694 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe