09.08.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die Großen klagen

Platzhirsche im deutschen »Bierkartell« wehren sich gegen Strafen. Kleine zahlen lieber gleich

Gerrit Hoekman

Erst die Autoindustrie, nun wieder die Bierbrauer: Die Hersteller von Deutschlands liebsten Konsumartikeln stützen sich offenbar gerne auf die Macht des Kartells. Wie der Kölner Stadtanzeiger am vergangenen Freitag, dem Tag des Bieres, berichtete, wird die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf die Hauptverhandlung gegen fünf deutsche Brauereikonzerne eröffnen. Die Justiz sieht laut dem Blatt einen »hinreichenden Tatverdacht für die zur Last gelegten Kartellordnungswidrigkeiten«. Seltsam nur, dass die potentielle Sommerlochsensation medial wenig Resonanz fand.

Der Vorwurf: Elf führende deutsche Brauereien sollen im Juni 2006 und im September 2007 auf zwei Sitzungen des Wettbewerbsausschusses des Brauereiverbandes in Nordrhein-Westfalen abgesprochen haben, für das darauffolgende Jahr die Preise für Fass- und Flaschenbier gemeinsam zu erhöhen, so der Kölner Stadtanzeiger. Es handele sich um das »größte Bierkartell der deutschen Historie«. Die beteiligten U...

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