10.08.2017 / Ausland / Seite 8

»Eine Kampfansage an die Rettungsverbände«

Italienische Justiz geht immer schärfer gegen Organisationen vor, die Menschen vor der libyschen Küste helfen. Gespräch mit Andrej Hunko

Markus Bernhardt

Die italienische Justiz ermittelt aktuell wegen »Beihilfe zur illegalen Migration« gegen die deutschen Flüchtlingshelfer des Vereins »Jugend rettet«. Diese sollen mit Schlepperbanden kooperiert haben. Wie bewerten Sie die Ermittlungen?

Es handelt sich um eine Kampfansage an die mittlerweile zahlreichen Rettungsorganisationen auf dem Mittelmeer, die man sich jetzt nach und nach vorknöpft. Zuerst kommen jene an die Reihe, die sich weigern, den »Verhaltenskodex« zu unterschreiben, mit dem sie der italienische Staat an die Leine legen will. Die Retter sollen unter anderem das Mitfahren bewaffneter Polizisten auf ihren Schiffen erlauben. Es ist betrüblich, dass einige Organisationen diesem Diktat zugestimmt haben und sich ihre Gemeinschaft damit spalten lässt.

Aber können Sie ausschließen, dass deutsche Hilfsorganisationen mit Schleppern kooperieren, um eine drohende Lebensgefahr von Flüchtlingen abzuwenden?

Ich glaube, hier geht es um Grauzonen bei Rettungsei...

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