09.08.2017 / Ausland / Seite 6

Vor einem Weltkrieg

Nach Hiroshima und Nagasaki erwog US-General MacArthur im Koreakrieg erneut den Einsatz von Atombomben

Rainer Werning

Am heutigen Mittwoch wird in Japan der Opfer des Atombombenabwurfes über Nagasaki gedacht. Schätzungen gehen von bis zu 80.000 Toten durch den Angriff aus. Bereits drei Tage zuvor hatte das US-Militär diese neue Massenvernichtungswaffe auf die Stadt Hiroshima geworfen. Die Bomben auf Hiroshima und Nagasaki waren nach Ansicht selbst hochrangiger US-Militärs wie Dwight D. Eisenhower, Douglas MacArthur und William Halsey Jr. militärisch und strategisch ebensowenig nötig wie moralisch gerechtfertigt. Sie wiesen darauf hin, dass Japan bereits am Boden lag, seine Luftwaffe ausgeschaltet war und ohnehin kurz vor der Kapitulation stand. Admiral Halsey sprach in diesem Zusammenhang zynisch von »einem Fehler … (die Wissenschaftler) hatten dieses Spielzeug und wollten es auch testen, deshalb ließen sie es fallen«.

Während in Korea Einheiten der Roten Armee bereits Mitte August 1945 einmarschierten und – wie zuvor mit den USA im Rahmen einer Treuhandschaft vereinbart...

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