08.08.2017 / Inland / Seite 2

»15 Leute könnten im Haus wohnen«

Aktivisten besetzten in Regensburg ein Gebäude, um auf den Leerstand in der Stadt aufmerksam zu machen. Gespräch mit Kurt Raster

Gitta Düperthal

Eine Gruppe, die sich selbst »Die Hausretter*innen« nennt, besetzte in Regensburg in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Haus. Bereits am Samstag morgen räumte die Polizei das Gebäude wieder. Wie kam es dazu?

Die Gruppe besetzte das seit etwa 20 Jahren leerstehende Haus in der Grunewaldstraße 9, weil in Regensburg viele Menschen verzweifelt bezahlbaren Wohnraum suchen. Zugleich gibt es dreiste Wohnraumspekulation und einigen Leerstand. Die Mieten sind in den vergangenen Jahren dramatisch angestiegen – mit Spitzenwerten von bis zu 23 Euro pro Quadratmeter. Das wollen wir skandalisieren. Beim Neubau liegt der Preis durchschnittlich bei knapp 14 Euro. 60 Prozent aller Haushalte haben Anspruch auf geförderten Wohnraum. Vergleichsweise wenige beantragen aber einen Wohnberechtigungsschein, weil eine Sozialwohnung zu ergattern angesichts einer großen Warteliste nahezu aussichtslos erscheint. Zudem fallen pro Jahr etwa 150 Wohnungen aus der Preisbindung heraus....

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