01.08.2017 / Ausland / Seite 3

Strategische Wahl

Tritt die Türkei als erstes Land aus der NATO aus? Bisher dient eine mögliche Neuorientierung Ankaras vor allem als Druckmittel

Jörg Kronauer

Im eskalierenden Konflikt zwischen Deutschland und der Türkei spielt im Hintergrund eine Frage eine wichtige Rolle, die öffentlich wenig diskutiert wird: Die nach den Bündnisoptionen, über die der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan jenseits von EU und NATO verfügt. Der Entwurf für den offiziell weiterhin angestrebten Vertrag zum EU-Beitritt ist längst Makulatur. In Berlin hat es ohnehin stets massive Widerstände gegen ihn gegeben, und zuletzt wurden die entsprechenden Verhandlungen von deutscher Seite aus nur noch mit der Absicht geführt, Ankara durch eine Angleichung der Normen so eng wie möglich an Brüssel zu binden. Nun hat Erdogan den Konflikt aber auch auf die NATO ausgeweitet: Österreich ist auf sein Betreiben von neuen Partnerschaftsprogrammen des Militärpaktes ausgeschlossen worden, was beträchtlichen Ärger verursacht hat. Jüngst eskalierten Auseinandersetzungen um Besuche von Bundestagsabgeordneten auf dem AWACS-Stützpunkt in Konya.

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