05.08.2017 / Inland / Seite 8

»Geringe Chancen auf rasches nukleares Abrüsten«

Am Sonntag wird der Toten der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gedacht. Gespräch mit Regina Hagen

Gitta Düperthal

An diesem Sonntag soll in Frankfurt am Main der Atombombenabwürfe der USA auf Hiroshima am 6. August und auf Nagasaki am 9. August 1945 gedacht werden. Dazu rufen unter anderen der Deutsche Gewerkschaftsbund Frankfurt und die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, IPPNW, auf. Sie fordern auch den sofortigen Abzug der aktuell in Büchel gelagerten US-Nuklearwaffen. In der Presse ist dabei oft von »mutmaßlich dort stationierten 20 Atombomben« die Rede. Warum fällt die Formulierung oft so vorsichtig aus?

Der Grund für die unpräzise Berichterstattung ist die große Geheimhaltung rund um Büchel. Insgesamt sind US-Atombomben an fünf europäischen Standpunkten gelagert: in Deutschland, ferner in Belgien, den Niederlanden und auf zwei Militärbasen in Italien. Außerdem sollen in Incirlik in der Türkei 90 Atomwaffen stationiert sein.

Es gibt starke Indikatoren dafür, dass wir mit unserer Darstellung über die in Büchel bei Koblenz gelagerten US-Atombo...

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