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04.08.2017 / Inland / Seite 5

Geförderte Verdrängung

Mangelware bezahlbarer Wohnraum: Städte müssen immer mehr Familien notdürftig unterbringen. Betreiber von Hostels und Pensionen als Profiteure

Susan Bonath

Die eigenen vier Wände sind zum Luxusgut geworden. Bundesweit mangelt es an bezahlbaren Wohnungen. Vor allem Erwerbslose und Geringverdiener leiden darunter. Die niedrig angesetzten Mietobergrenzen bei Hartz IV und der Grundsicherung halten mit den explodierenden Kosten nicht mit. Immer mehr Betroffene finden deshalb keine Bleibe. Sie sind gezwungen, sich von Sozialämtern notdürftig unterbringen zu lassen. Profiteure dieser Entwicklung sind hingegen die Betreiber von Pensionen, Hostels und schlichten Unterkünften.

Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf Anfrage von junge Welt hervor. Danach lebten im Dezember 2016 bundesweit knapp 16.400 Familien in behelfsmäßigen Unterkünften. Das waren fast vier mal so viele wie fünf Jahre zuvor. Und es werden immer mehr. Vom August bis zum Dezember des vergangenen Jahres mussten die Behörden fast 3.700 wohnungslos gewordene Familien in Notquartieren unterbringen.

Betroffen sind auch Geflüchtete...

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