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03.08.2017 / Inland / Seite 2

»Gemessen an den Zielen mehr als dürftig«

Verdi-Aktive anderer Regionen ­kritisieren den Tarifabschluss im Einzelhandel Baden-Württembergs. Ein Gespräch mit Horst Gobrecht

Daniel Behruzi

Vergangene Woche hat Verdi in Baden-Württemberg einen Tarifabschluss erzielt, der den Beschäftigten des Einzelhandels in diesem Jahr nach zwei Nullmonaten 2,3 Prozent und im kommenden Jahr 2,0 Prozent mehr Geld bringt. In anderen Landesbezirken Ihres Verbands gibt es daran Kritik. Warum?

Ich kenne die Kritik derzeit vor allem von Verdi-Vertrauensleuten der Streikbetriebe in Hessen. Wir haben uns wie in Baden-Württemberg ziemlich hohe Ziele gesetzt: einen Euro mehr pro Stunde, deutlich bessere Ausbildungsvergütungen, allgemeinverbindliche Tarifverträge. Der baden-württembergische Abschluss bringt unter Einbeziehung der 50 Euro Einmalzahlung den Verkäuferinnen und Verkäufern in Vollzeit eine Erhöhung in diesem Jahr von real etwa 2,1 Prozent. Das ist – gemessen an den Zielen – mehr als dürftig, für viele unannehmbar. Zumal die Betriebe im Einzelhandel »klotzig« verdienen, auch in Baden-Württemberg. Da wäre nicht nur mehr drin, sondern müsste bundesweit mit g...

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