28.07.2017 / Ausland / Seite 7

Einmischung aus Washington

US-Administration verhängt Sanktionen gegen führende Politiker Venezuelas. Die Rechtfertigung dafür ist schwach

André Scheer

Mit neuen Strafmaßnahmen gegen führende Repräsentanten Venezuelas hat Washington am Mittwoch (Ortszeit) die Einmischung in die inneren Angelegenheiten des südamerikanischen Landes verschärft. US-Finanzminister Steven Mnuchin verhängte Sanktionen gegen 13 Persönlichkeiten, die er für die Vorbereitung der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung am Sonntag, für die »Unterdrückung« der regierungsfeindlichen Proteste oder für die »Korruption der Regierung« verantwortlich machte.

Per Pressemitteilung warf das US-Finanzministerium unter anderem der Präsidentin des Nationalen Wahlrats (CNE), Tibisay Lucena, sowie Bildungsminister Elías Jaua – der an der Spitze der von Präsident Nicolás Maduro eingesetzten Kommission zur Vorbereitung der Constituyente steht – vor, die Demokratie »auszuhöhlen«. Durch das Wahlverfahren werde garantiert, dass die Mehrheit der künftigen Mitglieder der verfassunggebenden Versammlung die Interessen der Regierung repräsentiere. Das zeich...

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