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28.07.2017 / Ausland / Seite 6

Raum für Überraschungen

Im Senegal wird am Sonntag eine neue Nationalversammlung gewählt

Gerrit Hoekman

Es wird ein langer Wahlzettel sein, den die Senegalesen in den Kabinen vorfinden, wenn sie am Sonntag zur Wahlurne schreiten, um eine neue Nationalversammlung zu wählen: Fast 50 Parteien, Listen und Einzelkandidaten bewerben sich um die 150 Sitze und den Posten des Premierministers, den im Moment Mohammed Dionne innehat. Der Versuch mehrerer Oppositionsparteien, ein Bündnis auf die Beine zu stellen, scheiterte an den Eitelkeiten der Protagonisten.

Das Ergebnis der Wahl wird auch die Arbeit des direkt gewählten Staatspräsidenten Macky Sall beeinflussen. Im Präsidialsystem des Senegal hat er zwar große Macht und kann sogar den Ministerpräsident absetzen, doch viele Gesetze benötigen eine Mehrheit im Parlament. Bislang war das kein Problem, denn sein Bündnis »Vereinigt in Hoffnung« hat bei der letzten Wahl vor fünf Jahren 119 Sitze gewonnen. Allerdings lag die Wahlbeteiligung damals nur bei 37 Prozent. Raum für Überraschungen ist also vorhanden.

Premierminis...

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