27.07.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Erbärmliche Bezahlung

Forderung nach Mindestlohn bekräftigt: Gewerkschaftsstudie in Kambodscha belegt prekäre Arbeitsbedingungen in Baubranche

Thomas Berger

In Kambodscha werden die Rufe nach einem landesweiten Mindestlohn lauter. Nachdem eine aktuelle Studie die Arbeitsbedingungen und insbesondere die geringe Bezahlung im Bausektor erstmals dokumentieren konnte, wird der Druck stärker. Nach dem Vorbild der Textilbranche wollen die Gewerkschaften eine untere Schwelle für den tatsächlich zu zahlenden Monatslohn erstreiten, die nicht unterschritten werden darf.

Beschäftigte auf den Baustellen gehören in dem südostasiatischen Königreich bislang zu den am schlechtesten bezahlten Arbeitern. Durchschnittlich umgerechnet 8,43 US-Dollar (in Kambodscha neben dem Riel die halboffizielle Zweitwährung mit festem Umtauschkurs) verdienen Männer pro Tag. Frauen kommen lediglich auf 5,54 Dollar. Für einen ganzen Monat summiert sich das branchenweit auf einen Durchschnittswert von 190 Dollar, während die zum Vergleich herangezogene Textilindustrie durch teilweise bezahlte Überstunden und andere Zuschläge immerhin im Schnitt 2...

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