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27.07.2017 / Ausland / Seite 7

»Fortschritt für den Frieden«

Frankreichs Präsident Macron will den libyschen Kriegsverbrecher Haftar zum Partner der EU machen

Knut Mellenthin

Würde man Emmanuel Macron glauben, hätte »die Sache des Friedens in Libyen« am Dienstag in Paris »einen großen Fortschritt gemacht«. Aber da der französische Präsident sich mit dieser Bewertung vor allem selbst lobt, ist Skepsis angebracht. Außerdem ist es nicht das erste Mal, dass von »großen Fortschritten« bei der Wiederherstellung eines einheitlichen libyschen Staates nach dessen Zerstörung durch das Eingreifen der NATO sowie Katars, der Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabiens im Jahre 2011 verheißungsvoll die Rede ist.

Macron war am Dienstag Gastgeber und Schirmherr eines Treffens zwischen dem zwar international anerkannten, aber außerhalb der Hauptstadt Tripolis nahezu machtlosen Regierungschef Fajes Al-Sarradsch und dem in Ostlibyen mächtigen Warlord Khalifa Haftar. Es kam dabei eine gemeinsame Erklärung in zehn Punkten heraus, die unter anderem einen Waffenstillstand und sogar die Abhaltung von Präsidenten- und Parlamentswahlen »so bald w...

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