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26.07.2017 / Inland / Seite 4

Plädoyer gegen »Fliegengesurre«

NSU-Prozess: Bundesanwälte giften gegen weitere Aufklärung. Zschäpe sehen sie als Mittäterin

Claudia Wangerin

Insgesamt 22 Stunden soll das Plädoyer der Bundesanwaltschaft im Münchner NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte dauern; bis zu fünf Verhandlungstage werden dafür benötigt. Und schon am ersten Tag des Schlussvortrags ließen es sich die Bundesanwälte nicht nehmen, gegen die unbequemen Fragesteller der letzten vier Jahre auszukeilen. Es sei nicht Aufgabe dieses Strafprozesses gewesen, weitere Tatbeteiligte zu ermitteln oder politische Verantwortlichkeiten zu klären, so Bundesanwalt Herbert Diemer am Dienstag. Wer etwas anderes behaupte, »verunsichere« die Opfer und die Bevölkerung.

Die Nebenklageanwälte Sebastian Scharmer und Peer Stolle schrieben mit und veröffentlichten bereits um die Mittagszeit eine kritische Stellungnahme. Sie vertreten die Tochter und den Sohn des 2006 in Dortmund ermordeten Kioskbesitzers Mehmet Kubasik – und mussten sich angesprochen fühlen, da sie Beweisanträge gestellt oder mitgetragen hatten, die sich mit dem Netz...

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