Schwarzer Kanal
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19.07.2017 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Militanz

Oliver Rast

»Militanz« ist nach dem G-20-Gipfel ein vieldiskutiertes Schlagwort. Der aus dem Lateinischen abgeleitete Ausdruck »Militanz« geht auf den Begriff »militare« zurück und meint das »Dienen als Soldat« bzw. »Kriegsdienst tun«.

Im angelsächsischen Sprachgebrauch steht Militanz in erster Linie für ein energisches Engagement von politischen Aktivisten. Der damit verknüpfte Regelverstoß, der mitunter strafrechtlich relevant sein kann, äußert sich oft als eine gewaltfreie Methode des zivilen Ungehorsams. Das kann eine friedliche Straßenblockade, eine Ankettaktion oder die Teilnahme an einer unangemeldeten Demonstration sein.

Die Besonderheit im deutschen Sprachgebrauch liegt darin, dass sich die Militanz der radikalen Linken als Widerstandshandlung in erster Linie gewalttätig ausdrückt. Militanz ist Sabotage und direkte Aktion. Ihr Ziel ist es, in Arbeitsabläufe einzugreifen, Infrastruktur und Logistik zu attackieren und letztlich zu zerstören. D. h. Sachbeschädi...

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