19.07.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Industrienation Bolivien

Sozialistischer Präsident Evo Morales will verstärkt Lithium fördern lassen. Weiterverarbeitung soll im Land geschehen

Volker Hermsdorf

Bolivien, einst das ärmste Land Südamerikas, könnte sich bald zur wirtschaftlichen Lokomotive des Kontinents entwickeln. Wie Präsident Evo Morales gegenüber dpa erklärte, will seine Regierung in den nächsten Jahren 800 Millionen Dollar (rund 697 Millionen Euro) in den industriellen Abbau von Lithium investieren. Die Andenrepublik verfügt über die weltgrößten Vorkommen des Leichtmetalls, das der wichtigste Bestandteil zur Herstellung aufladbarer Batterien ist.

Durch die steigende Produktion von Elektroautos explodieren Nachfrage und Weltmarktpreis. Kostete eine Tonne Lithiumkarbonat 2005 noch rund 2.500 Dollar (2.179 Euro), waren es zehn Jahre später schon knapp 6.400 Dollar (5.578 Euro). Heute kostet eine Tonne des Rohstoffes, der auch als »weißes Gold« bezeichnet wird, bereits bis zu 13.000 Dollar (11.331 Euro) – und die Preise steigen weiter. »Lithium wird für Bolivien das neue Erdgas«, sagte Evo Morales. Dabei spielte er auf die gesunkenen Einnahmen du...

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