18.07.2017 / Feuilleton / Seite 11

Eine Art Rokoko ’n’ Roll

Um dich glücklich zu machen: Luigi Boccherinis Duosonaten, neu eingespielt

Stefan Siegert

Ob Boccherini (gest. 1805) besser sei als Beethoven (1827), Mozart (1791) oder Haydn (1809), ist eine falsche Frage. Sein Werk spielt in einer anderen Liga, keiner schlechteren – andere Länder, andere Sitten. Luigi Boccherini kommt vom Mittelmeer. Er konnte mit dem Sonatenhauptsatz, diesem allerheiligsten Maßstab einer an Haydn/Mozart/Beethoven geschulten Musikwissenschaft, nicht gar so viel anfangen. Ihm standen andere, weniger »gelehrte« Mittel zur Verfügung. Das wird auch in seinen »Sonaten für Cembalo mit obligater Violine op. 5« deutlich.

Dass der Italiener, der den längsten Teil seines Berufslebens in Spanien verbrachte, auch für nur zwei Instrumente komponiert hat – seine Sonaten für zwei Celli kennt kaum jemand –, erstaunt wohl selbst Boccherini-Freunde. Weltberühmt wurde er mit einem einzigen kleinen Menuett, das in der britischen Filmkomödie »The Ladykillers« (1955) eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Aber er hat 91 Streichquartette inklusi...

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