18.07.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Armut führt zu Protest

Harvard-Ökonom führt Protest gegen »Globalisierung« auf Prekarisierung zurück

Simon Zeise

Wohlstand für alle? Das Handelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union TTIP würde zu einer Steigerung des Wirtschaftswachstums in der EU von einem Prozent führen, schätzte die EU-Kommission 2013. Dani Rodrik, Ökonomieprofessor an der Harvard-Universität im US-Bundesstaat Massachusetts, gibt in der Studie »Populism and the Economics of Globalization« zu bedenken, dass eine Liberalisierung der Investitionsmöglichkeiten zu großen volkswirtschaftlichen Ungleichgewichten führt.

Es klingt plausibel, dass Profite transnationaler Konzerne auf dem Rücken von Niedriglöhnern erwirtschaftet werden. Rodrik kalkuliert in einem Rechenmodell, würden Zölle einer Volkswirtschaft um 40 Prozent gesenkt, steige zwar das Realeinkommen des Landes um vier Prozent, die Einkommen »Geringqualifizierter« würden jedoch um 19 Prozent nach unten gedrückt. »Der gesamte Kuchen wächst kaum noch bei einer immer größeren Handelsliberalisier...

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