18.07.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Angst vor dem Abstieg

EU-Bankenaufsicht überprüft Beteiligungen an der Deutschen Bank aus China und Katar. Berlin fürchtet Einfluss auf dem Weltmarkt zu verlieren

Jörg Kronauer

Protektionismus bekämpfen? Ja bitte, nur nicht bei uns: Diese einfache Grundregel der deutschen und der EU-Wirtschaftspolitik bestätigt sich in diesen Tagen einmal mehr. Aktuell ist dabei die Europäische Zentralbank (EZB) am Zug. Deren Bankenaufseher prüfen zur Zeit, ob sie Schritte gegen zwei auswärtige Großaktionäre der Deutschen Bank einleiten sollen.

Worum geht’s? Unter den Aktionären der Deutschen Bank befinden sich zwei, die nennenswerte Anteile an dem Konzern aufgehäuft haben: der Herrscherklan von Katar, der rund acht Prozent hält, und die chinesische HNA Group, die gut 9,9 Prozent innehat. Beide sind in Zeiten der Not zu Hilfe gekommen, als das Kreditinstitut dringend neues Geld benötigte: die Al Thanis aus Doha im Jahr 2014, HNA in diesem Frühjahr. Entsprechend wurde ihr Einstieg weithin mit Beifall bedacht. Felix Hufeld etwa, der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), bestätigte ausdrücklich, er halte die Anteils...

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