18.07.2017 / Ansichten / Seite 8

Vorgeführte Machtpolitik

Warum Ankara Berlin provozieren kann

Jörg Kronauer

Wer am kürzeren Hebel sitzt, sollte den Ball flachhalten: An dieser taktischen Maxime scheint die Bundesregierung sich in der jüngsten Runde des Dauerstreits mit der Türkei zu orientieren. Da hat man gerade die Verlegung der Bundeswehr-»Tornados« aus Incirlik nach Jordanien organisiert, weil Ankara deutschen Parlamentariern den Besuch am Stationierungsort untersagte – und was geschieht? Die türkische Regierung verweigert ihnen nun auch noch die Reise nach Konya, wo deutsche Militärs mit AWACS-Fliegern der NATO operieren. Soll man nun auch noch die Soldaten aus Konya abziehen? Aber nein, wiegelt Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, ab: Dann hätte Erdogan »mehr erreicht, als er sich zu erträumen wagt«. Regierungssprecher Steffen Seibert weist sogar Erwägungen, Ankara wenigstens Fristen zu setzen, zurück – dies halte er »nicht für sinnvoll«.

Worum geht’s eigentlich bei dem Dauer...

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