18.07.2017 / Inland / Seite 5

Umkämpfte Arbeitszeit

Metall-Unternehmer sind beunruhigt, weil IG Metall laut über eine Verkürzung inklusive Lohnausgleich nachdenkt

Stefan Thiel

Weniger arbeiten und trotzdem den gleichen Lohn bekommen? Was sich für viele Beschäftigte nach einer sinnvollen Maßnahme anhört, ist für die Unternehmer in der Metall- und Elektroindustrie offenbar keine schöne Vorstellung. Auf die Forderung der IG Metall nach einer temporären Einführung der 28-Stunden-Woche reagiert man entsprechend empfindlich: »Das kann sich niemand wünschen. Wenn wir von 35 auf 28 Wochenstunden gingen, würden wir den Fachkräftemangel in unverantwortlicher Weise verschärfen«, empörte sich der Präsident des Unternehmerverbandes Gesamtmetall, Rainer Dulger, am Montag im Handelsblatt. »Das zerschlägt nicht nur nachhaltig unseren wirtschaftlichen Erfolg, wir würden auch eine massive Tarifflucht erleben«, so Dulger weiter.

Auch Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland werden von dem Unternehmer, seines Zeichens auch Vizepräsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), als Drohkulisse aufgebaut: Diese würden bei einer...

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