18.07.2017 / Inland / Seite 2

»Die Menschen sollen vom Amt gestresst werden«

Die Erwerbsloseninitiative »Basta!« begleitet Leistungsberechtigte bei Gängen zum Jobcenter. Gespräch mit Enrico de Boni

Johannes Supe

Keiner soll allein ins Jobcenter gehen müssen, darüber haben Sie am Samstag im Rahmen der »Pride Parade«-Demonstration in Berlin gesprochen. Ihre Erwerbsloseninitiative »Basta!« organisiert Unterstützung für die Gänge ins Amt. Warum ist das notwendig?

Es gibt ein großes Machtungleichgewicht zwischen den Mitarbeitern der Jobcenter und denen, die dort hingehen müssen. Oft behaupten die Angestellten etwa Dinge, die einfach nicht stimmen. Dann heißt es zum Beispiel, dass eine Person, die nicht unsere Landessprache spricht, hier auch kein Geld beantragen könne. Sie müsse erst jemanden mitbringen, der übersetzen kann, schließlich werde in Deutschland ja deutsch gesprochen. Andere Antragsteller, die aus dem EU-Ausland kommen, werden einfach weggeschickt. Aber auch Menschen aus Deutschland werden unter Druck gesetzt. Man zwingt sie, verschiedene Dokumente zu unterzeichnen; weigern sie sich, heißt es, ihre Anträge würden nicht bearbeitet. Doch das stimmt so in der...

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