17.07.2017 / Politisches Buch / Seite 15

Eisenbahnen für den »Endsieg«

Neuerscheinung zur Lokomotivfabrik im Wiener Floridsdorf während der Nazizeit

Simon Loidl

Die Lokomotivindustrie war für die Kriegsplanung des Naziregimes von immenser Bedeutung. Nach dem Überfall des Deutschen Reichs auf Polen und schließlich auf die Sowjetunion war der Transport von Soldaten und Kriegsgerät Richtung Osten und der von Beute und Rohstoffen in die Gegenrichtung eine logistische Herausforderung für die faschistischen Behörden. Man brauchte neben Lastkraftwagen viele neue Eisenbahnen. Dies führte zu einem Anstieg der Produktion mit der Folge, dass viele Menschen im Deutschen Reich wie auch ausländische Beobachter der NS-Wirtschaftspolitik Erfolge bescheinigten.

Den von den Wirtschaftskrisen der Zwischenkriegszeit geplagten, zehntausendfach von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen erschien der scheinbare Wirtschaftsaufschwung zunächst positiv. Bis heute wirkt diese Sichtweise nach, die ausblendet, dass das Ziel dieses Produktionsanstiegs ein geplanter Vernichtungskrieg war.

Die Geschichte der Wiener Lokomotivfabrik bietet gutes A...

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