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12.07.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Altlasten und Kriegsschäden

Was weiß man über die ökologische Situation im Donbass?

Reinhard Lauterbach

Allgemein stimmt sicher, dass ein Krieg in einem Industriegebiet neben allen anderen Gefahren auch schwere Umweltrisiken mit sich bringt. Zumal das Donbass auch zu Friedenszeiten schon keine ökologische Vorzeigeregion war und es in ihm zwei hinsichtlich der natürlichen Lebensgrundlagen gleichermaßen rücksichtslose Akkumulationsphasen gegeben hatte: eine frühe kapitalistische zwischen 1860 und 1914, dann die sowjetische Industrialisierung. Schon um 1980 stellten die sowjetischen Planer Erneuerungsinvestitionen wegen der vergleichsweise hohen Produktionskosten der Donbasskohle ein. Nach der ukrainischen Unabhängigkeit folgte dann die Phase des oligarchischen Raubbaus am Vorgefundenen.

Sowohl die Volksrepubliken als auch – zum Beispiel im März 2017 – die UNO haben vor der Gefahr schwerer Chemieunfälle gewarnt, falls beim Beschuss frontnaher Gebiete vorhandene Chemikalienlager getroffen würden. Mit diesem Argument begründete unlängst Alexej Granowskij, Industr...

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