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14.07.2017 / Inland / Seite 5

Schmerzen oder Hunger

Millionen Menschen müssen sich entscheiden, ob sie Medikamente oder Lebensmittel kaufen. Nationale Armutskonferenz fordert Gegenmaßnahmen

Simon Zeise

Arme Menschen sterben früher als reiche. Auf diesen Umstand verwies die Nationale Armutskonferenz (NAK) am Donnerstag in Berlin. Männer mit einem sehr niedrigen Einkommen scheiden elf Jahre früher aus dem Leben als Männer aus der Schicht der oberen 25 Prozent. Bei Frauen beträgt die Differenz acht Jahre, zitierte NAK-Direktorin Barbara Eschen aus einer Studie des Robert-Koch-Instituts.

»Armut verursacht Stress und die damit assoziierten Erkrankungen«, erklärte Gerhard Trabert, Leiter der Arbeitsgruppe Armut und Gesundheit der NAK. Psychosoziale Erkrankungen, besonders Depressionen, bis zum Suizid träten in den Vordergrund.

Im Nachgang des G-20-Gipfels in Hamburg sei in der Öffentlichkeit viel über Gewalt diskutiert worden, sagte Trabert. Armut sei »strukturelle Gewalt«, und darüber werde noch zu wenig gesprochen. Die gesellschaftlichen Verhältnisse machten Menschen krank, und sie stürben früher. Eine Studie der Uni Heidelberg sei zu dem Ergebnis gekommen,...

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