13.07.2017 / Inland / Seite 4

Uniformierte Chaoten drehten frei

G-20-Zeugenberichte: Polizei nahm in Kauf, dass ihr Einsatz Menschenleben kosten könnte. Mehrere Mitglieder der Verdi-Jugend noch immer in Haft

Markus Bernhardt

Die Erfahrungs- und Zeugenberichte, die junge Welt in diesen Tagen über die Einsätze der Polizei rund um den G-20-Gipfel in Hamburg erreichen, erinnern mehrheitlich an Zustände in Polizeistaaten und Diktaturen. »Ich habe in Hamburg eine Polizei erlebt, die an Brutalität alles übertroffen hat, was ich bisher erlebt habe. Demokratische Grundrechte wurden massiv eingeschränkt und die Verhältnismäßigkeit der Mittel in keiner Weise respektiert«, sagte Sylvia Gabelmann, stellvertretende Landessprecherin der NRW-Linken, auf jW-Anfrage. Im Rahmen des Polizeieinsatzes gegen die »Welcome to Hell«-Demonstration am vergangenen Donnerstag sei faktisch in Kauf genommen worden, dass dieser »Menschenleben kosten könnte«. »Die Bilder erinnerten nicht nur mich an die Bilder der Loveparade-Katastrophe 2010 in Duisburg.« Sie lehne es »massiv ab, eine zutiefst heuchlerische Debatte« über vermeintlich von Demonstranten ausgehende Gewalt mit »denjenigen zu führen, die selbst fü...

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