17.07.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Das Gegenteil von Deeskalation

Das US-Raketensystem THAAD in Südkorea trägt zur wachsenden Kriegsgefahr auf der Halbinsel bei

Claudia Haydt

Die Stationierung des THAAD-Raketenabwehrsystems (Terminal High Altitude Area Defense) in Südkorea war ursprünglich für Ende des Jahres 2017 geplant. So war es mit der Regierung von Park Geun Hye vereinbart. Nachdem diese aber abgesetzt worden war und feststand, dass es vor dem vereinbarten Stationierungstermin Neuwahlen geben würde, räumte die US-Regierung der Raketenlieferung höhere Priorität ein. Der gerade erst ernannte US-Verteidigungsminister James Mattis reiste Anfang Februar nach Südkorea, um noch mit Angehörigen der alten Regierung über eine zügige Installation des THAAD zu verhandeln. Innerhalb kürzester Zeit wurde daraufhin das Grundstück für die Stationierung bereitgestellt und das Abwehrsystem verschifft. Wieviel Druck auf den Besitzer des Grundstücks, den südkoreanischen Lebensmittelkonzern Lotte, ausgeübt wurde, ist unklar. Er muss erheblich gewesen sein, da China nicht still zusah und Lotte mit Sanktionen strafte. Der Konzern betreibt 115 ...

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