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11.07.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

»Migranten waren Unternehmern völlig ausgeliefert«

Vor 15 Jahren vereinbarten Schweiz und EU die Personenfreizügigkeit. Die Rechte fremder Beschäftigter wurden gestärkt, aber der Lohndruck steigt. Gespräch mit Nico Lutz

Johannes Supe

Seit nunmehr 15 Jahren können EU-Bürger ohne größere Einschränkungen in der Schweiz leben und arbeiten, Gleiches gilt für die Bürger der Eidgenossenschaft in bezug auf EU-Staaten. Ein entsprechendes Übereinkommen zwischen der Schweiz und dem Staatenbund trat am 1. Juni 2002 in Kraft. In einer kürzlich versandten Pressemitteilung nannte Ihre Gewerkschaft, die Unia, die Personenfreizügigkeit »eine wichtige Errungenschaft für die Arbeitnehmenden«. Warum?

Bis 2002 steuerte die Schweiz ihre Ausländerpolitik nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Fragten Unternehmen sie nach, wurden Arbeitskräfte ins Land geholt; gab es wirtschaftliche Probleme, schickte man sie wieder in ihre Ursprungsländer zurück. Viele konnten nicht ganzjährig hier bleiben, denn für sie galt das sogenannte Saisonnierstatut. Das legte fest, dass sie in einem Jahr einige Monate in ihrem Heimatland verbringen mussten, außerdem durften sie ihre Familien nicht mit sich nehmen.

Mit der Persone...

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