11.07.2017 / Feuilleton / Seite 11

Ohne Gnade

Die Moskauer Wanderausstellung »Kinder und Krieg« im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst

Jana Frielinghaus

Ein bemerkenswerter Vorgang in Zeiten, in denen die deutsch-russischen Beziehungen zumindest auf politischer Ebene faktisch nicht mehr existent sind – und beschämend zugleich, dass dies als Besonderheit hervorgehoben werden muss: Ein Berliner Museum übernimmt unkommentiert eine in Moskau kuratierte Ausstellung, ihre Texte sind lediglich sorgfältig ins Deutsche übersetzt worden. Getan hat es das das Deutsch-Russische Museum in Berlin-Karlshorst – es ist der Ort, an dem Vertreter des Hitlerregimes am 9. Mai 1945 die Kapitulationsurkunde unterzeichneten, zu sehen ist dort unter dem Titel »Kinder und Krieg«, was Waffengänge im allgemeinen und der barbarische Feldzug gegen die Sowjetunion 1941 bis 1945 für die jüngsten, die verletzlichsten Menschen bedeutet. Erstellt wurde sie vom Moskauer Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges, das ein Partner des Hauses in Karlshorst ist.

Weißhaarige Kinder

Für Millionen Kinder der Sowjetunion brachte der Krieg den T...

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