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08.07.2017 / Inland / Seite 4

Schlechte Nachrichten für Afrika

Auf dem G-20-Gipfel soll ein »Marshallplan« mit dem Kontinent beraten werden. Gelder gehen direkt an »Investoren«. Jobs schaffen die nicht

Gitta Düperthal

Auf dem G-20-Gipfel in Hamburg wirbt die Bundesregierung für ihren »Marshallplan mit Afrika«. Was Menschen in Ländern blüht, die sich von staatlicher Entwicklungshilfe made in Germany – oder in der EU – beglücken lassen, zeigte ein Beitrag des ARD-Magazins »Monitor« am Donnerstag abend. Demnach sieht es bei einem Vorzeigeprojekt in Sambia finster aus. »Sie haben uns unser Ackerland weggenommen«, klagen Bewohner eines Dorfes. Sie könnten sich deshalb nicht mehr selbst ernähren. Die Firma »Agrivision«, die von der Regierung des Landes große Flächen für den Soja-, Weizen- und Maisanbau gepachtet hat, beschäftigt nur 200 Leute, und zwar immer nur für zwei, drei Monate. Versprochen waren mal 1.600 neue Arbeitsplätze.

»Unfassbar« findet der Linke-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat (Die Linke), was die Bundesregierung da als »Afrika-Hilfe« anpreist. Sie lege Fonds in Steueroasen an, um private Investoren so fördern zu können, dass sie in keinem Fall für Verlust...

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