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07.07.2017 / Ausland / Seite 6

Zersplittert und geächtet

Die Linke in den G-20-Staaten. Heute: Indonesien. Nach dem Massenmord an Kommunisten in 60er Jahren fehlt gemeinsame Organisation

Leonie Haenchen

Er wurde oft mit Barack Obama verglichen: 56 Jahre jung, breites Lächeln, die Hemdärmel hochgekrempelt. Joko Widodo wurde 2014 zum Präsidenten Indonesiens gewählt. Westliche Medien sprachen gar von einem »Hoffnungsträger«. Bis heute erschwert das Erbe der jahrzehntelangen Militärdiktatur einen politischen Neuanfang in dem Land. Und damit auch eine starke Linke.

Ein Rückblick: Ausgesprochen herzlich wurde der indonesische Präsident Hadschi Mohammed Suharto von Willy Brandt in Bonn empfangen. Suharto sprach seinen Dank für die bundesdeutsche Unterstützung beim Aufbau Indonesiens aus, weitere Hilfsgelder wurden versprochen. Fünf Jahre waren damals vergangen, seit Suharto den Befehl zum Massenmord an Hunderttausenden Anhängern der Kommunistischen Partei Indonesiens (PKI) gegeben hatte. Genaue Zahlen sind bis heute nicht bekannt, die Schätzungen schwanken zwischen 500.000 und einer Million Toten. Suharto, damals noch Militärgeneral, lancierte den Putsch als...

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