05.07.2017 / Ausland / Seite 7

Flucht – nach vorn?

Ehemaliger Präsident von Transnistrien setzt sich in Republik Moldau ab

Reinhard Lauterbach

Der frühere Präsident der international nicht anerkannten Pridnestrowischen Moldauischen Republik, Jewgeni Schewtschuk, hat sich in die Republik Moldau abgesetzt. Wie die Behörden des im Westen als »Transnistrien« bezeichneten Territoriums Anfang der Woche mitteilten, überquerte Schewtschuk den Grenzfluss Dnjestr in einem Boot, um sich der Verfolgung in seiner Heimat zu entziehen. Ihm werden die Unterschlagung von Steuermitteln, illegale Alkoholproduktion und Schmuggel von Spirituosen sowie eine Senkung der Löhne im öffentlichen Dienst um 30 Prozent während seiner Amtszeit vorgeworfen. Der 59jährige selbst nannte die Vorwürfe erfunden und erklärte, er habe unter der Herrschaft seines Nachfolgers Wadim Krasnoselski kein faires Verfahren erwarten können. Mit seinem Wechsel in die Republik Moldau ist der Expräsident persönlich in Sicherheit. Die moldauische Justiz kündigte an, eventuelle Auslieferungsersuchen der transnistrischen Seite zu ignorieren, weil Tr...

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