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03.07.2017 / Inland / Seite 2

»Die Chefs üben offenbar großen Druck aus«

Ein Dokumentarfilm will prekäre Arbeit in der BRD beleuchten. Doch ­wenige Betroffene wollen sich öffentlich äußern. Ein Gespräch mit Leslie Franke

Ben Mendelson

Sie suchen derzeit Menschen, die bereit sind, in Ihrem neuen Film »Der marktgerechte Mensch« aufzutreten: neben »Aufstockern« und Personen mit mehreren Jobs, die trotzdem kaum über die Runden kommen, gerade Beschäftigte, die mit sogenannten Bereitschaftsverträgen angestellt sind. Was ist problematisch an diesem besonderen Arbeitsverhältnis?

Den Mitarbeitern mit solchen Verträgen wird zugesagt, dass sie zehn bis 15 Stunden in der Woche arbeiten dürfen. Sie müssen sich aber sechs Tage die Woche bis zu 24 Stunden am Tag auf Abruf zur Verfügung halten. Diese Bereitschaft wird von Lieferdiensten wie Foodora verlangt, ebenso bei der Textilkette H&M. Und dieses Beschäftigungsverhältnis scheint sich in diesen Sektoren weiter auszuweiten. Aus meiner Sicht ist das eine moderne Form der Sklaverei. Sie können keine andere Arbeit annehmen, obwohl viele noch nicht mal auf die versprochenen zehn Stunden pro Woche kommen.

Wie reagieren die Beschäftigten darauf?

Ich würd...

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