01.07.2017 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Flohmarkt der Gefühle«

Gespräch. Mit Der Plan. Über Cyberspace, Maoismus, LSD und ihr erstes neues Studioalbum seit 26 Jahren

Christof Meueler

Die neue Platte von Der Plan heißt »Unkapitulierbar«. Das Comeback nach 26 Jahren. Ich mag das Album. Aber können Bands nicht auch mal sterben? Warum muss es immer weitergehen?

Moritz Reichelt: Ja, das frage ich mich oft. Andererseits habe ich in der Zwischenzeit musikalisch zwar nicht viel gemacht, aber viele Texte geschrieben und meinen Geschmack weiterentwickelt. Und dann kam es 2014 beim 50. Geburtstag von Andreas Dorau, dessen Debüt ja damals auf unserem Label Ata Tak erschienen ist, zu einem Auftritt von uns. Wir haben nur ganz kurz geprobt, drei Stücke einstudiert, und ich habe gemerkt: Es geht noch. Der Auftritt war erfolgreich.

Okay, unkapitulierbar. Das Cover der neuen Platte ist eine Adaption des berühmten Freiheitsbildes von Eugène Delacroix. Aber was macht da die europäische Fahne? Geht es jetzt um den Europaaufstandsplan?

Reichelt: Ich hätte auch nicht gedacht, dass es noch mal einen Zeitpunkt geben würde, an dem die europäische Idee einem pro...

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