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30.06.2017 / Ansichten / Seite 8

HB-Männchen

Sigmar Gabriel in Russland

Reinhard Lauterbach

Man kennt das noch von Willy Brandt: »Demokratie wagen« und zwei Jahre später Berufsverbote einführen. Brandts Möchtegernurenkel Sigmar Gabriel hat bei seinem Russland-Besuch dieses Rezept auch wieder ausprobiert. Erst sprach er zur Eröffnung eines Treffens deutsch-russischer Städtepartnerschaften von »neuen Kapiteln«, die »wir« – d. h. Gabriel und seine Partei – im Verhältnis zu Russland aufschlügen. Vom »unabdingbaren Vertrauen« selbst in »schwierigen Zeiten« und so weiter. Und dann folgt Klartext: Wenn Russlands Außenminister Sergej Lawrow zu Recht darauf hinweist, dass alles Reden über eine Verantwortung der syrischen Regierung für den mutmaßlichen Giftgasvorfall von Chan Scheichun Anfang April unbewiesene Spekulation sei, macht Gabriel das HB-Männchen.

Das »Assad-Regime« sei »in der Lage, Tausende von Menschen in die Folterkeller zu bringen« – das wäre die BRD auch, Keller hat sie genug –, und für so jemanden...

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