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30.06.2017 / Inland / Seite 8

»Die Einsätze sind nicht aufgearbeitet«

Rote Flora: Verdeckte Ermittlerin klagte gegen ihre Bloßstellung. Doch einen Prozess wird es nicht geben. Gespräch mit Andreas Blechschmidt

Kristian Stemmler

In der vergangenen Woche ist ein Verfahren geplatzt, das eine Kripobeamtin, die jahrelang als verdeckte Ermittlerin, VE, die linke Szene und speziell das autonome Zentrum Rote Flora ausspioniert hatte, gegen Sie angestrengt hatte. Die Polizistin zog die Anzeige zurück. Worum sollte es im Verfahren gehen?

Wir hatten im August 2016 an der Front der Flora zwei große Plakate angebracht. Dabei verfremdeten wir Motive einer Werbekampagne, mit der Hamburgs Polizei Nachwuchs rekrutiert. Auf dem einen Plakat stand zu schwarzen Schattenrissen von Gesichtern das Wort »Gesucht«, auf dem anderen Plakat stand dann »Gefunden« neben verfremdeten Porträts der vier VE, die in der letzten Zeit in Hamburg enttarnt wurden – mit deren vollständigen bürgerlichen Namen.

Und das war das Problem?

Ja. Zwei der verdeckten Ermittlerinnen, Astrid O. und Maria B., erstatteten eine Strafanzeige gegen mich, weil sie durch die Porträts und Nennung ihrer vollständigen Namen ihre Per...

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