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29.06.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Daimler vor Kurzschluss

E-Autos und die Zukunft des Motorenwerks Untertürkheim: Konzern will Zugeständnisse erpressen, Betriebsrat genehmigt keine Überstunden mehr

Daniel Behruzi

Kürzlich hantierte Daimler-Chef Dieter Zetsche in einem Filmchen mit einer Ketchup-Flasche. Erst kam nichts heraus, dann ganz viel. Die Botschaft des vermeintlich »beliebtesten Konzernchef Deutschlands« (wie das Springer-Wirtschaftsmagazin Bilanz am 22. Juni berichtete) an die Belegschaften: So sei es auch mit elektrisch angetriebenen Autos. Man wisse, dass etwas kommt, aber nicht, wann und wieviel.

Unsichere Zukunft am Neckar

De facto spielt die sogenannte Elektromobilität für den Stuttgarter Autobauer bislang eine sehr untergeordnete Rolle. Und das wird die nächsten Jahre vermutlich auch so bleiben: 2025 noch sollen E-Autos lediglich 15 bis 20 Prozent des Absatzes ausmachen. Dennoch wirft der allseits erwartete Umbruch seine Schatten voraus – und führt in den Motoren- und Getriebewerken zu heftigen Konflikten. Im Stammwerk Stuttgart-Untertürkheim standen diese Woche bereits mehrfach die Bänder still, weil der Betriebsrat die Belegschaft in einer außerorde...

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