Gegründet 1947 Montag, 17. Juni 2019, Nr. 137
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
27.06.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Und plötzlich grüßt der Chef recht nett

Mindestlohn wirkt sich auf die Arbeitszeiten von Geringverdienern aus – und aufs Verhältnis zum Boss

Johannes Supe

Mit der Einführung des Mindestlohns im Jahr 2015 stiegen die Entgelte von Beschäftigten, die bislang teils mit weniger als sieben Euro abgespeist wurden. So weit, so bekannt. Doch mit den höheren Entgelten fielen auch die Arbeitszeiten der Beschäftigten, ihre Tätigkeiten ließen sich besser mit dem Familienleben in Einklang bringen, und sogar die Bosse gingen besser mit den Angestellten um. Mit diesen weiterreichenden Folgen haben sich Toralf Pusch und Miriam Rehm beschäftigt, zwei Arbeitsmarktforscher des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. In ihrem Beitrag »Positive Effekte des Mindestlohns auf Arbeitsplatzqualität und Arbeitszufriedenheit« weisen sie nach, wie die Minimumentgelte viele Aspekte der Arbeit verändern.

Für ihre Untersuchung griffen die Forscher auf Befragungen von annähernd 800 Beschäftigten zurück, die im Zeitraum zwischen 2014 – also vor der Einführung der Mindestlöhne – und 201...

Artikel-Länge: 3333 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €