26.06.2017 / Politisches Buch / Seite 15

Mythen ausgeräumt

Der kleine Bruder Che Guevaras hat eine Biographie über die Familie des Revolutionärs geschrieben

Volker Hermsdorf

Fünfzig Jahre nach dem feigen Mord an Ernesto »Che« Guevara ist heute wohl kein authentischer Zeitzeuge mehr zu finden, der nicht schon seine Version der Geschichte dargestellt hätte. Einzig die engere Familie des Revolutionärs hielt sich seit einem halben Jahrhundert zurück. Als Vater Ernesto Guevara Lynch Anfang der 1970er Jahre im kubanischen Exil ein Buch mit Erinnerungen an seinen Sohn veröffentlichen wollte, hielten dessen Geschwister Ana María, Celia, Roberto und Juan Martín ihn davon ab. Dieses Buch war »nichts, worin die Ideale meines Bruders fortlebten«, kritisierte der fünfzehn Jahre nach Che geborene Juan Martín den damaligen Plan.

Jetzt hat er selbst eine Biographie geschrieben. Er wolle seinen Bruder damit als Menschen »jenseits des Mythos« und der Kommerzialisierung darstellen, erklärte der heute 73jährige kürzlich bei der Vorstellung der deutschsprachigen Ausgabe seines Buches »Mein Bruder Che« in Berlin. Ihm gehe es um dessen »Botschaft«, ...

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