21.06.2017 / Ausland / Seite 2

»Geld wird an die Geschäftsleitungen verteilt«

Lohnstudie der Schweizer Gewerkschaft Unia zeigt, dass die Saläre der Topmanager weiter zunehmen. Gespräch mit Beat Baumann

Johannes Supe

Die Chefs der größten Schweizer Unternehmen haben sich erneut mehr Gehalt gegönnt. Das ist das Resultat der »Lohnschere-Studie«, die Ihre Gewerkschaft am Dienstag veröffentlicht hat. Sie haben sich die Lohnentwicklung im Jahr 2016 in 40 Schweizer Großkonzernen angesehen. Bitte führen Sie die Ergebnisse der Untersuchung etwas genauer aus.

Der Abstand zwischen den niedrigsten und den höchsten Löhnen ist in diesen Unternehmen erneut größer geworden. Im Schnitt war der höchste Lohn in diesen 40 Konzernen 165mal so hoch wie der niedrigste. Noch im Jahr 2015 lag das Verhältnis bei »nur« 1:150. Die Lohnschere öffnet sich also weiter, und dabei handelt es sich um einen Trend, den wir schon seit Jahren feststellen müssen. Wir haben zudem gesehen, dass in einigen dieser Unternehmen den Lohnabhängigen Opfer abverlangt werden, aber die Konzernchefs weiter gut abkassieren.

Sie haben gesagt, das Verhältnis betrage 1:165. Das würde bedeuten, dass die schlecht bezahlte Ang...

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