24.08.2002 / Inland / Seite 6

Unkontrolliert und riskant

Berliner Bankenskandal: Politiker und Bankenbosse waren seit 1997 über Bilanztricks informiert

Till Meyer

Man hatte es schon geahnt: Die Beinahe-Pleite der Bankgesellschaft Berlin (BGB), die nur durch eine Belastung der Steuerzahler mit über 21 Milliarden Euro Kreditgarantie abgewendet wurde, war vorhersehbar. Am Donnerstag legt das Handelsblatt eindeutige Beweise dazu vor, daß sowohl die Führung der BGB als auch der CDU-Politiker und ehemalige Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen sowie sein Amtsnachfolger Klaus Wowereit bereits seit 1997 über die Lage informiert waren. Schuld an der Milliardenpleite zu Lasten der Steuerzahler sind die von der Bankentocher IBG aufgelegten sogenannten Prominenten- oder Schweinefonds.

Im März 1997 hatte der Hannoveraner Wirtschaftsprüfer Achim Walther von der Bankgesellschaft Berlin den Auftrag erhalten, als Sonderprüfer die Immobiliengeschäfte der IGB zu untersuchen. Walther prüfte bis zum Juni 1997 und legte den Bankenbossen eine vernichtende Bilanz vor. Der Wirtschaftsprüfer kam schon damals zu dem Schluß, daß die Fo...

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